Für eine Schweiz ohne Gewalt gegen Frauen und Mädchen bis 2030

Unsere Vision ist eine Männlichkeit, welche die besten menschlichen Eigenschaften widerspiegelt. Frauen und Männer sollen partnerschaftlich zusammenarbeiten, sodass eine Kultur der Gewaltlosigkeit und des Friedens geschafft werden kann.

Wir verfolgen das Ziel, der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Schweiz ein Ende zu setzen – eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Durch Bildung, Sensibilisierungsmassnahmen, jährliche Podiumsdiskussionen, kreative Kampagnen und Partnerschaften mobilisiert die Kampagne Männer, Frauen und Jugendliche, damit sie sich verpflichten, Gewalt gegen Frauen und Mädchen weder auszuüben, noch zu dulden, noch schweigend geschehen zu lassen. Ein nationaler Plan ist erforderlich, um diese Mission bis 2030 zu erreichen.

Geschichte der Weissen Schleife Kampagne der Schweiz

Die Weisse Schleife entstand vor über 25 Jahren in Kanada, als einige Männer beschlossen haben, ihre Geschlechtsgenossen zu sensibilisieren und zu mobilisieren, die Gewalt gegen Frauen abzuschaffen. Mittlerweile ist die Kampagne in mehr als 60 Ländern in der Welt präsent. Mit dem Tragen der Weissen Schleife symbolisieren Frauen und Männer ihre Solidarität für die Opfer von Gewalt sowie ihr Engagement für eine gewaltfreie Gesellschaft.

In der Schweiz erfährt eine von fünf Frauen physische oder sexuelle Gewalt, die durch ihren Partner ausgeführt wird. Gegründet wurde die Weisse Schleife Schweiz im 2009 in Genf als eine Initiative der internationalen Nichtgewinnorientierten INGO, Women’s World Summit Foundation (WWSF), welche über einen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen verfügt. Die Kampagne wurde offiziell am 14. Februar, Valentinstag, ins Leben gerufen, um den Männern zu verdeutlichen, dass es an der Zeit ist, jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen abzuschaffen.

Women’s World Summit Foundation

Die Stiftung Women’s World Summit Foundation (WWSF) setzt sich seit 1991 für Frauen- und Kinderrechte ein. Seit 2016 arbeitet WWSF ebenfalls im Rahmen des UNO-SDGs Nr. 5, welches gemeinsam mit weiteren Zielen für nachhaltige Entwicklung im Hinblick auf die Agenda 2030 von 150 UNO-Mitgliedsländern verabschiedet wurde. Das Ziel fordert, Geschlechtergleichstellung zu erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung zu befähigen. Überdies sollen „alle Formen von Gewalt gegen alle Frauen und Mädchen im öffentlichen und im privaten Bereich, einschliesslich des Menschenhandels und sexueller und anderer Formen der Ausbeutung beseitigt werden“. Um die weltweite Umsetzung der Frauenbund Kinderrechte zu fordern, mobilisiert die INGO WWSF sowohl Organisationen als auch Verbände und soziale Netzwerke weltweit.

Unser Präventionsprogramm

  • Die Verpflichtung, das Bekenntnis und das Engagement, Gewalt gegen Frauen und Mädchen weder auszuüben, noch zu dulden, noch schweigend geschehen zu lassen. Die Anstecknadeln der Weissen Schleife enthalten eine erläuternde Karte mit Informationen zu den Präventionsmassnahmen, zu dem Ausmass der Gewalt gegen Frauen in der Schweiz sowie zu dem Zweck der Kampagne. Die Gewalt gegen Frauen beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Kultur, Region oder Gruppe von Frauen in der Gesellschaft. Gemäss Berichten der Schweizer Regierung und der Vereinten Nationen entspringt sie viel mehr den ungleichen Beziehungen zwischen den beiden Geschlechtern. Die Umwandlung und Verbreitung dieser öffentlichen Dokumente soll das Verständnis des Problems verbessern.
  • Den Aktionsplan umwandeln und anwenden. Eine Veränderung schaffen.
  • Die Förderung der Kampagne in der Schweizer Gesellschaft und ihren verschiedenen Gruppen sowie Unternehmen und Organisationen.
  • Den 25. November als den internationalen Tag zur Abschaffung der Gewalt gegen Frauen anerkennen und auf die damit verbundenen Themen eingehen. Zentral ist zudem die Unterstützung von Frauengruppen, welche sich dafür einsetzen, Missbrauch, Gewalt, Pornografie, Prostitution zu beseitigen und gewaltvollen Beziehungen ein Ende zu setzen. In der Schweiz erfährt eine von fünf Frauen physische oder sexuelle Gewalt, die durch ihren Partner veräussert wird.
  • Die Verbreitung eines Bewertungsformulars für Organisationen oder Gruppen, welche sich mehrheitlich aus Männern zusammensetzen wie beispielsweise die Armee, Sportorganisationen, Medien. 34 Dadurch soll herausgefunden werden, inwiefern sich die Befragten für die Abschaffung der Gewalt einsetzen.
  • Die Zusammenarbeit mit den kantonalen Bildungsbehörden, damit das Problem der Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Rahmen des Schulprogrammen thematisiert wird. Bildungsmassnahmen gewährleisten das Integrieren von Geschlechterfolgen in die Lehrpläne und Ausbildungsprogramme. Zentral ist dementsprechend die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politikern.
  • Das Ermutigen der Medien, regelmässiger über das Problem der Gewalt gegen Frauen zu berichten.
  • Das Einladen von einflussreichen Männern aus verschiedenen Bereichen, welche ihre Führungskapazit.ten sowie ihre Netzwerke nutzen können, um weitere Personen zur Abschaffung der Gewalt zu sensibilisieren und zu ermutigen. Männer sind von Natur aus weder gewaltvoll noch schlecht. Dennoch, handeln zahlreiche Männer auf eine Art und Weise, welche schwerwiegende Folgen mit sich bringt. Während einige Männer Teil des Problems sind, können alle Männer Teil der Lösungsein! Dazu gehört das Tragen einer Anstecknadel der Weissen Schleife, besonders während dem 16-tägigen Aktivismus vom 25. November bis 10. Dezember jedes Jahres.
  • Die Organisation von Jahrestagungen anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Gewalt gegen Frauen. Der 25. November legt einen Fokus auf die Fortschritte in der Gewaltprävention sowie auf den Austausch von organisierten Aktivitäten und Transformationsprogrammen der Gesellschaft. Feministische Aktivisten sehen bereits seit 1981 den 25. November (ebenfalls der Tag der Weissen Schleife) als einen Tag gegen Gewalt. Es ist an der Zeit, mehr Männer zu ermutigen, sich der Herausforderung zu stellen.
  • Die aktive Teilnahme an dem 16-tägigen Aktivismus gegen geschlechtsspezifische Gewalt vom 25. November bis 10. Dezember (internationaler Tag der Menschenrechte) als symbolische Verbindung desKampfes gegen Gewalt an Frauen mit dem Tag der Menschenrechte. Gleichzeitig wird damit veranschaulicht, dass es die Gewalt gegen Frauen eine Menschenrechtsverletzung darstellt. Der 16- tägige Aktivismus rückt weitere wichtige Daten ins Zentrum: der 29. November (internationaler Tag der Rechte der Frau), der 1. Dezember (Welt-AIDS-Tag) und der 3. Dezember (Welttag der behinderten Menschen). Tausende von Menschen der ganzen Welt nehmen an diesen 16 Tagen teil und organisieren Veranstaltungen. In der Deutschschweiz werden viele Christlichen Friedensdienst organisiert. In der französischen- und italienischsprachigen Schweiz sowie an der UNO koordiniert die Weisse Schleife Schweiz die Aktivitäten.
  • Die Unterstützung und Zustimmung für die globale Kampagne des UNGeneralsekretärs „Gemeinsam gegen Gewalt gegen Frauen“. Er verkündet: „Wir müssen uns vereinen. Gewalt gegen Frauen kann in keiner Form, in keinem Zusammenhang und unter keinen Umständen von einem politischen Führer oder einer Regierung geduldet werden. Es ist jetzt an der Zeit zu handeln. Nur wenn wir uns vereinen und uns äussern, können wir etwas bewirken.“
  • Die Druckausübung auf die Schweizer Regierung, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die wirkliche Veränderung stammt von der lokalen Ebene, die vom politischen Willen unterstützt wird.
  • Das Informieren durch Websites von anderen Weisse Schleife Kampagnen. Von Interesse sind insbesondere ihre Veranstaltungen, Programmaktivitäten und Links zur Gewaltprävention.
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